Schlagwort-Archiv: Kleingärten

Gartenwerkstatt biologische Vielfalt

Liebe Anwohner und Naturfreunde,

wenn Sie Fuchse, Wildbienen, Rotbauchunken, alte Gravensteiner oder eine Gute Luise in Ihrer unmittelbaren Nachbarschaft kennenlernen mochten, wenn es Sie interessiert, wie man auch in Berlin seltene Arten schützen und Artenvielfalt erhalten kann, oder wenn Sie ein paar Pflanzen für Ihren Balkon gebrauchen können, sind Sie herzlich eingeladen zur Gartenwerkstatt
„Biologische Vielfalt in Pankower Kleingärten – Kleingartenanlage Bornholm II e.V.“ am Sonntag, d. 24. April 2016 ab 11:00
im Vereinshaus der Gartenkolonie (Eingang Esplanade)

Programm:
11.00 Uhr – Tino Köhler, Vorstand der KGA Bornholm II – Begrüßung
11.05 Uhr – Herbert Lohner, BUND Berlin – Biologische Vielfalt – warum?
11.20 Uhr – Reinhard Schubert, ehemaliger Koordinator ‘Biologische Vielfalt’ des Landes Berlin – Berlins biologische Vielfalt in den Kleingarten
11.35 Uhr – Juliane Andreas, Absolventin/Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde – Ein Naturschutzleitbild für Berlins Kleingärtner – und wie weiter?
11.50 Uhr – Kaffeepause
12.00 Uhr – Sebastian Unger, Landschaftsplaner, Berlin – Schutz und Forderung streng geschützter Tiere (FFH-Arten)
12.15 Uhr – Susanne Fünfstück, KGA Zur Linde Treptow – Naturnah gärtnern mit historischen Rosen
12.30 Uhr – Gundi Freitag, Ina Rathfelder, KGA Bornholm – Alte Kulturpflanzen in Bornholm II
12.50 Uhr – Diskussion
Ab 13.00 Uhr gibt es auf der Festwiese einen Markt, auf dem Pflanzen, Blumensträuße und Kräuter angeboten werden und Marmelade verkostet werden kann.
Wir freuen uns darauf, viele Gäste zu begrüßen!
Die Gärtner von nebenan

Kleingärten: Schützenwertes Stadtgrün oder Bauerwartungsland?

Auf dem Link findet ihr  Antwort des Senats auf eine schriftlichr Anfrage der Abgeordneten Katrin Lompscher und Marion Platta zu den Bebauungsplänen von Kleingartenflächen in Berlin:

Hier ein paar Ausschnitte mit Kommentar…

Gut erschlossen

“Dazu gehören (…) kleingärtnerisch genutzte Flächen, die an Standorten liegen, die gut durch öffentlichen Nahverkehr erschlossen und für Wohnungsbau geeignet sind.”

Besser angeschlossen als unserer Nähe zu der S-Bahn-Station Bornholmer durfte kein Bauland sein. Allerdings ist dies auch eine Argumentation für den Erhalt als Kleingartenanlage.

Kleingartenflächen am Stadtrand stehen leer, weil man den Kleingarten (im Gegensatz zum Erholungsgrundstuck) in der Saison häufig – auch unter der Woche – pflegen muss. Deshalb braucht man den Garten am Besten in der Nähe oder zumindest gut mit den öffentlichen Verkehrtsmitteln zu erreichen.

Zwischennutzung

“Bei der gegenwärtigen kleingärtnerischen Nutzung dieser Flächen handelt es sich daher um eine zeitlich befristete Zwischennutzung bis das Erfordernis der eigentlichen Zweckbestimmung eintritt.”

Bei Bornholm I und II dürfte man nicht von einer Zwischennutzung sprechen. Das Areal wird seit 1896 gärtnerisch benutzt; ab 1915 die erste Kleingartenkolonie.

Kleingärten auf Einwohnerzahl

Sehr interessant, aber leider nicht in unserem Interesse, die Bilanz von Kleingärten pro Einwohner in deutschen Großstädten:

Stadt Kleingärten auf 1.000 Einwohner
Frankfurt/Main 23
Berlin 21
Hamburg 20
Köln 12
München 6
Stuttgart 4

Jedoch sind Hamburg und Berlin auf dem gleichen Niveau und Frankfurt ist etwas höher. Sich München und Stuttgart zum Vorbild zu nehmen, kann ja nicht ganz im Sinne des Senats liegen. Zudem hier deutlich mehr Menschen wohnen als in den beiden Städten und die Stadtstruktur eine ganz andere ist (Geballte Stadt auf engem Raum mit dichterer Besiedlung außerhalb der Stadtgrenzen)

Pankow fordert Erhalt aller Kleingärten im Bezirk

In der Antwort auf Frage 4 wird bekannt gegeben, dass das Bezirksamt Pankow eine “Forderung nach Erhalt sämtlicher Kleingärten im Bezirk” meldete.