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Bornholm 1, Parzelle 142

Schöne Aktion: Ernten für Flüchtlinge

Dieser Artikel stammt aus der BZ vom 8. Septmeber 2015 und ist uns zur Verfügung gestellt worden.

Kleingärtner in Prenzlauer Berg ernten Früchte für Flüchtlinge

Pflaumen, Äpfel, Brombeeren und Zucchini – alles frisch von Baum, Strauch und Beet: Die Kleingärtner der Kolonie „Bornholm II“ in Prenzlauer Berg haben am Wochenende die Aktion „Früchte für Flüchtlinge“ gestartet. Ab sofort ernten engagierte Gartenfreunde ihr selbst angebautes Obst und Gemüse für Flüchtlinge und liefern es an das Heim
in der Pankower Mühlenstraße.

Kleingärtner aus Bornholm zwei mit ihrer Ernte, die sie für Flüchtlinge spenden Foto: Andreas Teich
Kleingärtner aus Bornholm II mit ihrer Ernte, die sie für Flüchtlinge spenden
Foto: Andreas Teich

Rund ein Zentner Früchte in bester Bio-Qualität kam zum Start der Aktion zusammen.
„Wir wollen die Menschen mit unserer Ernte willkommen heißen. Für uns Kleingärtner ist es selbstverständlich, zu helfen“, sagt Vereinsvorstand Edwin Damrose.
„Die Flüchtlinge kommen teilweise aus Ländern, wo viel Gartenbau betrieben wird. Sie
wissen wie eine selbst angebaute Tomate schmeckt. Vielleicht geben ihnen unsere Früchte auch ein wenig Heimatgefühl.“ Bis zum Ende der Erntezeit wird immer sonntags in „Bornholm II“ für den guten Zweck geerntet. Damrose: „Unsere Bäume hängen
voll, da wird noch einiges zusammenkommen.“

Linktipp: “So wird Berlin” zum Thema Kleingärten

Ein Playdoyer für den Erhalt der Kleingärten

Eine Gärtnerin aus Bornholm 2 hat den Journalisten  von “So wird Berlin” Fragen zur Bedeutung von Kleingärten beantwortet. Daraus ist ein Netzdossier entstanden auf das wir euch heute gerne hinweisen möchten.

Ihr erreicht dieses Dossier mit vielen interssanten Fakten und Karten unter: http://www.sowirdberlin.de/so-bebaut/

Hier eine kurze Zusammenfassung:

Warum braucht man denn einen Kleingarten?

Was bringen Berlin die Kleingärten?

Wie stellen Sie sich die Zukunft Berlins vor?

 

Diese Kleingartenanlagen in Berlin sind durch Wohnungsbau bedroht

Wann soll gebaut werden?

Den ganzen Bericht  der AutorInnen:  Angelika Fey, Christian Engel, Philipp Mangold und Beatrice Henke unter http://www.sowirdberlin.de/so-bebaut/

Wasserrohrbruch in der Kastaniengasse in Bornholm 1, Weg noch gesperrt

Wer sich im Bereich Kastaniniengasse, Zitronenweg und Umfeld gewundert hat, dass letzte Woche die Wasserversorgung nicht funktionierte, dem sei gesagt, dass es in der Kastaniengasse einen Wasserrohrbruch Höhe Parzelle 143 gab. Dieser ist inzwischen behoben und das Wasser ist wieder angestellt.

Gestern war das Loch wegen der Dichtungsprüfung noch nicht wieder verschlossen und der Weg an dieser Stelle gesperrt. Also im Moment die Kastaniengasse nicht als Durchgang benutzen, sondern aussen über den Weg am Mauerstreifen gehen.

UPDATE: Der Weg ist dank der schnellen Reparatur wieder nutzbar.

Brand auf dem Gelände des Vereinsheims Bornholm I

Brand Vereinsheim B1

Foto: Christian S.

Wie die Berliner Morgenpost berichtet, ist gestern früh um 7 Uhr ein Brand auf dem Gelände des Vereinsheims ausgebrochen. Unser Vereinsvorsitzender Holger Gerber wird dort zitiert, dass der Sachschaden mehr als 10.000 Euro beträgt.

In der Zeitung wurde über Brandstiftung spekuliert. Nach unbestätigten Informationen ist es jedoch wahrscheinlich das ein Kabelbrand das Feuer ausgelöst hat.

Zwar scheint glücklicherweise das Vereinsheim und Vorstandsbüro nicht betroffen, jedoch ist der überdachte Aussenbereich und das dort befindliche Mobilar ein Opfer der Flammen geworden.

 

Fristlose Kündigungen erhalten

flickr.com:photos:katq88:3946147784_5e753982a6_o-cropDrei Familien in Bornholm I e.V. haben ein Kündigungsschreiben des Bezirksverbands erhalten. Den PächterInnen wird vorgeworfen, mit der Durchführung des “Tag des offenen Gartens“ die Kleingartenanlage spalten zu wollen.

Die Kündigungen entbehren jeder Grundlage.

Es ist bedauerlich, dass Pächtern, die sich mit viel Enthusiasmus für die Erhaltung der Gärten einsetzen unlautere Motive vorgeworfen werden. Im Vorfeld des Tag des offenen Gartens haben die ca. 20 Organisatoren die Veranstaltung mehrfach bei den Vorständen der Vereine Bornholm I und II vorgestellt. Hier finden Sie Informationen zu den zahlreichen Abstimmungsgesprächen.

Sowohl der Bezirksverband als auch der Konfliktausschuss Bornholm 1 ignorierten bisher alle Anfragen zu einem Gespräch über die Veranstaltung.

Ein Appell an die Vorstände: Lassen Sie uns den Konflikt durch den Konfliktausschuss überwinden. Hier sind weit über 50 Pächter, die sich für den Erhalt der Gärten engagieren wollen. Lassen Sie die große konstruktive Energie und Hilfsbereitschaft dieser Gruppe in den Verein einfließen.

Hintergrund:

  • Tag des offenen Gartens (so harmlos fing es an)
  • Foto-Dokumentation des Tages (so schön war es)
  • Videoreportage des Tages (so bewegend war es)
  • Fragen und Antworten zum Tag des offenen Gartens (so haben wir Missverständnisse aufgeklärt)
  • Kündigungsschreiben an Familie Groh
    “Unter dem Deckmantel ‘Tag des offenen Gartens’ führten Sie als Organisator ohne Genehmigung des Vorstandes von Bornholm I e.V. und das Bezirksverbandes der Kleingärtner Prenzlauer Berg e.V. eine Veranstaltung durch, die weder dem Schutz und der Sicherheit der Kleingärtner diente, noch zur weiteren Festigung des Zusammenhaltes der Kleingärtner beitrug. Im Gegenteil war die Veranstaltung darauf ausgerichtet, eine Spaltung innerhalb der Kleingärtner herbeizuführen.”
  • Kündigungsschreiben an Familie Kaufmann
    Das gleiche Schreiben, aber zusätzlich: “Als sogenannter Pressesprecher und Betreiber der Home Page haben Sie Links geschaltet für die Sie von den Eignern keine Erlaubnis hatten.”
  • Antwort an den Bezirksverband
    “Die Kündigungen sind unwirksam. Die Pachtverträge bestehen unverändert fort.”
  • Antwort an den Verein Bornholm 1
    “Gleichwohl sind [meine Mandanten] sehr an einer friedlichen und einvernehmlichen Lösung des aktuellen Konflikts und an einem gedeihlichen Miteinander innerhalb der Gartenanlage für die Zukunft interessiert. Sie haben bereits mehrfach versucht, den satzungsgemäß vorgesehenen Konfliktausschuss anzurufen.”

Nachtrag 5 März 2015: Weitere Dokumentation haben wir hier zusammengestellt: http://bornholmgaertner.de/doku/.

Nachtrag 4 April 2015 (jk): Rechtliche Informationen zur Kündigung eines Unterpachtvertrages waren 2009 unter der Rubrik “Alles was Recht ist” in der Zeitschrift Gartenfreund zu lesen: Kündigung des Unterpachtvertrages nach §§ 8 Nr. 1 und 9 Abs. 1 Nr. 1 BKleingG

Foto von Kat benutzt unter Creative Commons Lizenz.

25 Jahre Mauerfall – Unsere Anlagen von oben

Auf diesem Bild seht ihr unsere Kleingartenanlagen und die benachbarte Grenzsicherung von oben. Das Foto ist im April 1989 von der Westberliner Luftaufklärung aufgenommen worden und dank openData-Initiative des Landes Berlin jetzt mit Quellenangabe nutzbar.

Klickt einmal auf das Foto und ihr könnt an die Abbildung heranzoomen und jedes kleine Detail erkennen.

Luftbild 1989, Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Tipp: Laut Aushang begehen auch unsere Vereine den Tag des Mauerfalls am 9. November. In Bornholm I wird das Jubiläum ab 12 Uhr in der Bauernstube gefeiert. Im Vereinszimmer erwartet euch eine kleine Ausstellung von damals und heute. Hingehen!

Das Foto wurde mir freundlicherweise einem Kollegen zur Verfügung gestellt. Wer sich dafür interessiert, wie die Grenze im Jahr 1989 insgesamt aussah, kann diese in dieser Anwendung erforschen: http://mauerweg.morgenpost.de/
Falls unsere Geschichtsleute Interesse an dem Foto haben (es ist riesig). Mail an mich.

Es war ein schöner Nachmittag!

Alle Fotos von: www.andreasteich.de (danke dafür)

Am letzten Saisonwochenende haben ca. 40 Gärten aus den Kleingartenanlagen Bornholm I und II Ihre Gärten für die Anwohner und die Gartennachbarn geöffnet.

Viele Anwohner und Mitgärtner sind unserem Aufruf gefolgt und haben uns besucht. Es gab allerlei Unterhaltsames – wie das Klezmerkonzert, das Volksliedersingen und die Schnitzeljagd, aber auch viele gute Gespräche und Fachsimpelleien über Hochbeete, Obstanbau und Komposttoiletten.

Wir waren vom Interesse der Nachbarn begeistert und haben uns gefreut, dass auch die Sonne scheinbar eine Bornholmgärtnerin ist. Sie zeigte sich nämlich in ihrer schönsten Pracht und war überall vertreten. Wir hoffen sehr, dass wir diese Aktion im nächsten Jahr wiederholen können.

Anbei noch das Feedback einer Besucherin, die uns erlaubt hat, es hier zu veröffentlichen:

Liebe Veranstalter,

herzlichen Dank für den schönen Nachmittag in Euren Gärten! Mit meiner Tochter habe ich eine kreative Schnitzeljagd erlebt, allerhand Schönes entdecken und erleben dürfen (Kaninchen streicheln, Äpfel pflücken, fantasievolle Spielmöglichkeiten in den Gärten entdecken) und tolle kulinarische Angebote wahrgenommen.

Wir hatten den Eindruck, dass die Gastgeber den Tag mit viel Engagement und Freude vorbereitet und gestaltet haben. Dieses Bedürfnis, etwas so Schönes wie einen geliebten Garten mit anderen in der Nachbarschaft zu teilen – für einen Tag im Jahr – finde ich erfreulich und unterstützenswert. Lasst Euch nicht unterkriegen und macht weiter so! Angesichts mancher Umwandlungsabsichten der Stadt Berlin zu den Kleingartenkolonien kann es nur nützlich sein, die Bewohner der umliegenden Wohnquartiere rechtzeitig einzubeziehen und davon zu überzeugen, dass Kleingärten als wichtiges Stadtgrün erhaltenswert sind.

Den Orientierungsplan fand ich sehr gelungen, auch dass Samentütchen zum Mitnehmen angeboten wurden.

Anderes Besucher- und Gärtnerfeedback hier:

und natürlich auch in den Kommentaren.